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Bauschemer Kerb
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Kerb-Lexikon

Alles rund um die Bauschemer Kerb – von A bis Z

Kerwechronik

Die Kerwechronik dokumentiert die Geschichte der Bauschheimer Kerb über die Jahrzehnte. Sie enthält Aufzeichnungen über Kerweborsch-Jahrgänge, besondere Ereignisse während der Kerb und die Entwicklung der Traditionen. Die Chronik wird vom Team Brauchtum geführt und ständig ergänzt – ein lebendiges Archiv der Bauschheimer Festkultur.

Kerwewiki

Das Kerwewiki ist die digitale Wissenssammlung rund um die Bauschheimer Kerb. Hier werden alle Begriffe, Bräuche und Traditionen erklärt, die für Außenstehende oft rätselhaft klingen. Von "Giggel" bis "Kerwebaum" – das Kerwewiki macht das Bauschheimer Brauchtum für jeden verständlich.

Die Kerweborsch

Die Kerweborsch

Die Kerweborsch (Kerweburschen) sind das Herz der Bauschheimer Kerb. Traditionell sind es junge Männer im Musterungsjahr, die als Kerweborsch des jeweiligen Jahrgangs die Verantwortung für die Ausrichtung der Kerb übernehmen. Sie organisieren den Kerweumzug, den Kerweball, das Giggelschlagen und sorgen für die Unterhaltung der Gäste. In ihren weißen Hemden und schwarzen Hosen sind sie während der Kerbetage im Dauereinsatz – von früh morgens bis spät in die Nacht.

Die Kerwemudder

Die Kerwemudder ist eine zentrale Figur der Bauschheimer Kerb. Sie ist die "Mutter" der Kerweborsch – eine erfahrene Frau aus dem Ort, die die jungen Kerweborsch unter ihre Fittiche nimmt. Sie berät, organisiert im Hintergrund und sorgt dafür, dass alles glatt läuft. Die Kerwemudder ist Ansprechpartnerin, Seelsorgerin und gute Fee in einer Person. Ohne sie wäre manche Kerb im Chaos versunken.

Die Kerwemädscher

Die Kerwemädscher

Die Kerwemädscher (Kerwemädchen) sind seit einigen Jahren fester Bestandteil der Bauschheimer Kerb. Sie unterstützen die Kerweborsch bei der Organisation und Durchführung der Kerbeveranstaltungen. Gemeinsam mit den Kerweborsch bilden sie das Team, das die Kerb zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Die Kerwemädscher bringen frischen Wind in die Tradition und zeigen, dass Brauchtum lebt und sich weiterentwickelt.

Der Mundschenk

Der Mundschenk hat eine der ehrvollsten Aufgaben während der Kerb: Er ist der offizielle Weinschenk und sorgt dafür, dass die Gäste stets gut versorgt sind. Sein Amt hat historische Wurzeln – am mittelalterlichen Hof war der Mundschenk für die Getränkeversorgung des Herrschers zuständig. In Bauschheim führt er dieses Amt mit Stolz und einem stets gefüllten Krug.

Die Fahnenschwenker

Die Fahnenschwenker sind ein spektakulärer Teil des Kerweumzugs und der Kerbeaktivitäten. Mit kunstvollen Schwenk- und Wurftechniken präsentieren sie die Kerbefahne – ein Zeichen von Geschick und Tradition. Das Fahnenschwenken erfordert viel Übung und wird von den Kerbejugendlichen an die nächste Generation weitergegeben.

Der Kerwewatz

Der Kerwewatz ist das Maskottchen der Bauschheimer Kerb – ein liebevoll gestaltetes Schwein, das symbolisch für die deftige Festküche steht. Traditionell wurde zur Kerb ein Schwein geschlachtet und gemeinsam verspeist. Der Kerwewatz erinnert an diese kulinarische Tradition und ist heute ein beliebtes Fotomotiv auf dem Kerbeplatz.

Die Kerb ausgraben

Das Ausgraben der Kerb ist der feierliche Auftakt des Kerbewochenendes. Am Freitagabend wird die Kerb symbolisch "ausgegraben" – ein Ritual, das den offiziellen Beginn der Festlichkeiten markiert. Die Kerweborsch versammeln sich, der Kerwebaum wird aufgestellt, und mit dem ersten Fass Bier beginnt die Kerb. Dieser Moment ist für die Bauschheimer ein emotionaler Höhepunkt: Die Kerb lebt wieder!

Der Kerwebaum

Der Kerwebaum ist das zentrale Symbol der Bauschheimer Kerb. Ein hoher, gerälter Baumstamm wird von den Kerweborsch aufgestellt und mit bunten Bändern, einem Kranz und dem Kerwewatz geschmückt. Er steht während der gesamten Kerb auf dem Kerbeplatz und ist weithin sichtbar. Am Ende der Kerb wird der Baum feierlich umgesägt – das Zersägen des Kerwebaums symbolisiert das Ende der Feierlichkeiten.

Der Kerwetanz

Der Kerwetanz gehört zu den ältesten Traditionen der Bauschheimer Kerb. Am Kerwesamstag eröffnen die Kerweborsch und ihre Partnerinnen den Kerweball mit einem Ehrentanz. Danach ist die Tanzfläche für alle geöffnet. Der Kerwetanz verbindet Alt und Jung, und nicht selten wird bis in die frühen Morgenstunden getanzt.

Die Kerweshow / Mitternachtsshow

Die Kerweshow / Mitternachtsshow

Die Kerweshow, auch als Mitternachtsshow bekannt, ist einer der Höhepunkte der Bauschheimer Kerb. Am Samstagabend präsentieren die Kerweborsch und Kerwemädscher ein buntes Unterhaltungsprogramm auf der Kerwebühne. Sketche, Tanz- und Musikeinlagen sowie Überraschungsakte sorgen für Begeisterung beim Publikum. Die Show wird von den Kerweaktiven wochenlang vorbereitet und ist jedes Jahr ein Unikat.

Der Kerwegottesdienst

Der Kerwegottesdienst am Sonntagmorgen verbindet die kirchliche Tradition mit dem weltlichen Fest. Die Kerweborsch besuchen geschlossen den Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Er fällt oft mit dem Erntedankfest zusammen, bei dem auch das "Agape-Mahl" – Brot und Trauben – gereicht wird. Ein Moment der Besinnung inmitten des fröhlichen Treibens.

Das Giggelschlagen

Das Giggelschlagen

Das Giggelschlagen (auch Hahnenschlagen) ist einer der ältesten und beliebtesten Bräuche der Bauschheimer Kerb. Mit verbundenen Augen und einem Dreschflegel versuchen die Teilnehmer, einen Tontopf zu treffen, unter dem früher ein lebendiger Hahn saß. Heute geht es natürlich nur noch um den Tontopf – aber der Spaß und die Spannung sind geblieben. Der "Giggelkönig" wird königlich gefeiert.

Der Kerweumzug

Der Kerweumzug

Der Kerweumzug am Sonntagmittag ist das prächtigste Ereignis der Bauschheimer Kerb. Ein langer Festzug aus geschmückten Wagen, Fußgruppen, Musikkapellen und Reiterstaffeln zieht durch die Straßen Bauschheims. Die Kerweborsch und Kerwemädscher führen den Zug an, begleitet von den Kerwekids auf ihren eigenen Wagen. Tausende Zuschauer säumen die Straßen und feiern gemeinsam.

Die Nachkerb

Die Nachkerb

Eine Woche nach der Kerb findet die Nachkerb statt – quasi der "Nachschlag" für alle, die noch nicht genug gefeiert haben. Am Nachkerbesamstag gibt es den traditionellen Nachkerbeball im Bürgerhaus, am Sonntagmorgen folgt der gemütliche Nachkerbe-Frühschoppen. Die Nachkerb ist auch der Moment, in dem die Kerweborsch offiziell Abschied von ihrem Kerbejahr nehmen.

Das Kerberätsel

Das Kerberätsel ist ein beliebter Wettbewerb während der Bauschheimer Kerb. Die Kerweborsch stellen knifflige Fragen rund um Bauschheim, seine Geschichte und die Kerb. Wer die meisten Fragen richtig beantwortet, gewinnt einen Preis. Das Rätsel sorgt für lebhafte Diskussionen und zeigt, wie gut die Bauschheimer ihren Ort kennen.

Das Eierbacken

Das Eierbacken ist eine Bauschheimer Spezialität, die zur Kerb traditionell zubereitet wird. Dieses hessische Gebäck – ein lockerer Hefeteig, in Fett ausgebacken und mit Zucker bestäubt – gehört zur Kerb wie der Kerwebaum. In vielen Bauschheimer Familien wird das Eierbacken nach überlieferten Rezepten zubereitet und an die Nachbarn und Festbesucher verteilt.

Die Kerb begraben

Am Montag wird die Kerb "begraben" – der feierliche Abschluss des Kerbewochenendes. Die Kerweborsch ziehen mit einem symbolischen Sarg durch den Ort, begleitet von Trauermusik und vorgetäuschtem Wehklagen. Der Kerwebaum wird umgesägt, letzte Reden gehalten und ein letztes Glas auf die Kerb erhoben. Ein emotionaler Moment, denn mit dem Begraben der Kerb endet auch die Zeit der aktiven Kerweborsch dieses Jahrgangs.